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Hallo Frösche!

Altersgerechte Partizipation bei Knaddeldaddel

Seit Mitte Februar 2026 heißt die ehemalige „Affenbande“, eine der U3-Gruppen in der Feuerkuhle, „Frösche“.

Der Wunsch einer Namensänderung kam aus dem Team, da eine Bezeichnung von Kindern als „Affe“ rassistisch verwendet werden kann und sich alle Kinder, unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe, bei uns wohlfühlen sollen.

Der Prozess der Namensänderung wurde liebevoll und langsam gemeinsam mit den Kindern gestaltet. Zunächst zog der Affe in Form eines Kuscheltiers symbolisch aus und wurde gemeinsam verabschiedet. Dann kamen an vier Tagen unterschiedliche Tiere zu Besuch: Bär, Katze, Faultier und Frosch waren Gast im Morgenkreis. Die Kinder konnten mit den (Kuschel-)Tieren spielen, es wurde über die Tiere gesprochen und gemeinsam ausprobiert, wie es sich mit dem Tier im Raum anfühlt. Daraus entstanden viele gute Gespräche. Auch die Eltern wurden über alle Schritte auf dem Laufenden gehalten und konnten den Prozess begleiten.

Alle Kinder in der Gruppe haben einen individuell gestalteten Abstimmungsstein. Dieser wird immer genutzt, wenn es als Gruppe etwas zu entscheiden gibt. Nachdem nochmal alle Tiere gemeinsam zu Besuch waren, hatten die Kinder einige Tage Zeit abzustimmen, indem sie ihren Abstimmungsstein in einen Korb vor das jeweilige Tier legten. In der Zeit wurde auch gemeinsam ein Haus für das neue Gruppentier gestaltet.

Am Ende konnte der Frosch mit deutlicher Mehrheit einziehen. Er wurde von allen Kindern herzlich willkommen geheißen. Auch die Kinder, die für andere Tiere gestimmt hatten, freuten sich über den neuen Gruppennamen.

So lief der Prozess insgesamt sehr gut. Die Kinder waren interessiert dabei und hatten viel Spaß.

Ein Jahr zuvor hatte bereits die Ü3-Gruppe in der Lübecker Straße im Viertel über ihren neuen Gruppennamen abgestimmt. Die damaligen Papageien-Kinder sammelten zunächst in einem mehrwöchigen Prozess Vorschläge. Mögliche Gruppennamen wie „Wattwürmer“, „Trecker“ oder „Piraten“ wurden in Schrift und Bild ausgehängt und diskutiert. Schließlich gestalteten die Vorschulkinder Wahlzettel, auf denen die Erzieher*innen die Kreuzchen der Drei- bis Sechsjährigen einholten. In dem mehrere Wahlrunden umfassenden Ausscheidungsverfahren einigten sich die Kinder schließlich auf den Gruppennamen „Kirschen“.  

Dies sind Beispiele für altersgerechte Partizipation bei Knaddeldaddel. Laut UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder ein Recht darauf, gehört zu werden und in allen Belangen, die sie betreffen, mitzubestimmen. Um mitzubestimmen, brauchen Kinder altersgerechten Zugang zu Informationen und niedrigschwellige Möglichkeiten zur Mitsprache. Die unterschiedlichen Zugänge zur Namensänderung der U3- bzw. Ü3-Gruppen spiegeln dies wider.

Beteiligung fördert Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit. „Ich werde gehört und meine Stimme zählt!“ Beteiligung in der Kita und der Familie bildet die Basis für Demokratiebildung. Die Kinder erfahren Wertschätzung und werden zu aktiven Mitgestaltenden ihres Lebensraums. Die Namensänderungen der Gruppen sind dafür nur ein Beispiel.

Hallo Frösche!