Projektarbeit in der Kindergruppe “ Die kleinen Regenbogenfische“

Wasser, Erde, Luft und Feuer – täglich kommen wir mit den Kindern unbewusst mit den vier Elementen in Kontakt. Diese natürlichen Ressourcen üben eine große Faszination bei den Kindern aus, welche wir in den nächsten Monaten aufgreifen und durch ganzheitliche Angebote des Alters entsprechend erleben werden.

Hier haben wir erst einmal eine kleine Bewegungsgeschichte für Euch.

„Die vier kleinen Wichtel der Elemente“

Wenn die Nacht dem Ende entgegensieht, die Morgensonne gähnt und jedes Menschenkind noch schläft, sind vier kleine, klitzekleine, bunte Wichtel bereits am Werk. Sie sind gerade mal so klein wie ein Daumen und doch ermöglichen sie unsere täglichen kleinen Wunder. Sie sind die vier Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde.

Auch wenn du es nicht siehst, sorgt Leo, des Wichtel des Feuers, für die Wärme und das Licht. Leo ist immer sehr wild und aufgeregt. Wenn es irgendwo etwas Tolles zu erleben gibt, ist er immer zur Stelle. Manchmal ist er ganz außer Rand und Band, dann wird der nächste Tag vielleicht ein sonniger und warmer Tag, den du wunderbar an einem kühlen See verbringen kannst. Ist er aber mal müde und ruht sich aus, bringt er wenig Licht, lässt der Kälte ihren Raum und die Regentropfen seiner Schwester verwandeln sich in wunderschöne glitzernde Schneeflocken, die die Erde sanft mit einem weißen Kleid bedecken.

Leo’s Schwester heißt Mia. Sie ist das genaue Gegenteil von ihm und vollbringt ihre kleinen Wunder als den Wichtel des Wassers. Sie ist sehr stürmisch und schlau und denkt nach, wie sie uns den Tag mit ihren Wetterschauspielen am spannendsten machen kann. Soll es einmal Regnen? Oder Stürmen? Hagel oder Nieselregen? Und wie groß sollen die morgendlichen Tautröpfchen an den Gräsern sein? Viele Fragen, die sich Mia nur zu gerne stellt, denn sie liebt ihr Wasser und entscheidet sogar welcher Fluss schneller oder langsamer fließen soll. Und wenn es regnet achte mal darauf ob du einen Regenbogen siehst, denn Mia weint nicht wenn es regnet, sie lacht und tanzt am Ende des Regenbogens mit ihren Geschwistern.

Neben Mia und Leo gibt es aber noch den Wichtel der Luft. Carolin ist meistens sehr verschlafen und ruhig. Doch wenn sie einmal richtig aufgeregt und voller Tatendrang ist, hält sie keiner mehr auf. Sie ist es, die im Herbst unsere Drachen in luftige Höhen treibt und das Gewitter ihrer Schwester Mia von Ort zu Ort bringt. Nichts anderes als die Luft ist Carolin’s Element. Wenn sie einmal ganz doll pustet kann sie sogar Bäume zum Wackeln bringen, aber auch die Samenkörnchen der Blumen sanft mit einem Hauchen davontragen, sodass eine neue Blume entstehen kann. Sie trägt auch die Vögel, damit sie sich von einer langen Reise ausruhen können oder bringt uns angenehme warme Luft aus dem fernen Süden. Achte darauf, wenn sie dir über dein Haar weht und dir frech alles zerzaust, dann hörst du manchmal ein kleines Kichern.

Als letztes schaue dir an, welcher Wichtel für die Erde zuständig ist. Er heißt Emil und ist der jüngste und letzte in der Reihe der vier Elemente. Doch er kann viele Wunder mit seinem einzigartigen Talent vollbringen. Er lässt die Blumen wachsen mit der Hilfe seiner Geschwister. Mia gibt das Wasser mit Regen, Carolin bringt die Samen zur Erde und Leo gibt das Licht. Emil kümmert sich auch um die Tiere und zeigt ihnen wo sie Futter oder einen sicheren Schlafplatz finden. Er ist sehr herzlich und lieb zu jedem, du würdest ihn sicher mögen. Manchmal kann er aber auch sehr tollpatschig und zerstreut sein. Er stolpert oft und findet manchmal nicht den Weg nach Hause. Es kann sein, dass du ihm begegnest, er wird dich sicher nach dem Weg fragen. Pass dann gut auf ihn auf, sonst machen sich Leo, Mia und Carolin Sorgen um ihn.

Jedes Element hat seine ganz eigenen Fähigkeiten, aber sie müssen alle zusammenarbeiten um ein großes Wunder entstehen zu lassen – das Leben. Wenn es keinen Emil gäbe würde uns unser leckeres Obst und Gemüse fehlen. Wenn es keinen Leo gäbe wäre es jeden Tag bitterkalt und ohne Mia würde es nie regnen und niemand bekäme Wasser. Auch ohne Carolin würde der Drachen im Herbst nie hochsteigen und sie würde dir nicht mit einem leichten Windhauch die Wange küssen. Zum Glück sind sie bei uns und geben unserem Leben viel Farbe und Freude.

Lernwerkstatt:

Spielen ist für Kinder Weltaneignung, Auseinandersetzung mit sich und dem Leben. Spielen fördert die Sinneswahrnehmung, die Grob- und Feinmotorik, Kognition

Das Spiel des Kindes ist Grundvoraussetzung für seine natürliche Entwicklung und damit auch der Weltwahrnehmung. Diese hat unmittelbar Einfluss auf den Umgang mit der uns umgebenden Umwelt und damit auf den nachhaltigen Umgang mit ihr.

Ein wichtiger Aspekt ist hierbei auch, dass Kinder im Spiel bereits früh die Erfahrung machen, dass man etwas weiterentwickeln und immer „neue Lösungen finden“ kann, dass die Welt nicht untergeht, auch wenn man hier und da verliert. Trotz zeitweiliger Rückschläge im Leben kann man doch immer wieder gewinnen. Diese Erfahrung ist grundlegend, damit Menschen nicht resignieren, nicht aufhören, Situationen zu hinterfragen, abzuwandeln und neue Lösungen auszuprobieren. Um dies nachhaltig in den kleinen Persönlichkeiten zu verankern, braucht man – wie anfänglich zur Neugier gesagt – Wiederholungen zur Festigung der Erfahrung.

Dies erfordert wiederum einen großen Gestaltungsspielraum, vor allem aber Zeit,

  • um größere Zusammenhänge wahrzunehmen und sich darauf einzulassen
  • um in Ruhe den aufkommenden Fragen nachzugehen
  • um gemeinsam mit anderen Lösungen und Antworten zu finden
  • und Zeit, um diese auszuprobieren, zu reflektieren und zu modifizieren

Bewegungsspiel:

„Feuer, Wasser, Luft und Erde“

Vor Spielbeginn werden die einzelnen Aufgaben des Spielablaufes erklärt und die dafür vorgesehenen Bereiche vereinbart.                                                                       

( Wohin bei Feuer ? Wohin bei Wasser ? Wohin bei Luft ?  … )

Spielanleitung:

Alle Kinder laufen nach Musik durch den Bewegungsraum.

Bei Musik stopp, ruft die Fachkraft: „Luft“ legen sich alle Kinder flach auf den Boden (damit ihnen die Luft nicht wegpusten kann )                                                       

Ruft die Fachkraft: „Wasser“ müssen alle Kinder auf den Tisch klettern ( damit sie das Wasser nicht erreicht )

Ruft die Fachkraft: „Feuer“ laufen alle Kinder zu den blauen Chiffontüchern und setzen sich ins Meer ( um sich vor dem Feuer zu schützen / retten )

Ruft die Fachkraft „Erde“ legen sich die Kinder auf die Bodenmatte / Erde

Zwischen den einzelnen Aufgabenbereichen läuft Musik und alle Kinder laufen durch den Bewegungsraum bis die Musik stoppt und Fachkraft ruft.

Material:

  • Bank
  • Tisch
  • Bodenmatte
  • verschiedenfarbige Chiffontücher  ( blaue, braune  … )
  • Gymnastikseile
  • CD / CD – Player

Endlich schön grün auf der Terrasse

Gemeinsam putzen und ausmisten!

Gestern war es wieder soweit. Es wurde wieder fleißig sauber gemacht. Staub wischen, Fenster putzen, Böden saugen und wischen, Schubladen entrümpeln, Küche und Kühlschrank reinigen, Badezimmer, Gruppenräume, Flur und Büro auf Vordermann bringen. Keine Ecke blieb verschont.

Alles nun blitzblank bei Knaddeldaddel. Der Frühling kann kommen!

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne

Am 16.11 war es wieder soweit:

Knaddeldaddel lud die Kinder zum Lichterfest ein. Dieses Mal haben wir uns am Spielplatz am Weserwehr getroffen, wo wir uns – empfangen von einem wunderschönen Sonnenuntergang – auf die selbstgebackenen Brötchen der Kleinkindgruppen gestürzt haben. Bei Einbruch der Dunkelheit haben uns dann die Kinder des Ü3 Bereichs mit einem tollen Ständchen überrascht, welches begleitet von der Gitarre von Rolf, ein rührender Anblick war. Im Anschluß sind dann alle Kinder zusammen mit ihren selbstgebastelten Laternen an der Weser entlang gewandert und haben immer mal wieder inne gehalten, um gemeinsam ein paar Lieder zu singen. 

Wir danken für das Engagement und den tollen Frühabend.

mieteeinhuhn.de macht’s möglich!

Was war wohl zuerst da, das Huhn oder das Ei?

Diese Frage kennt wohl jeder, doch die Knaddeldaddel-Kids hatten nun die großartige Möglichkeit, ihren eigenen Fragen rund ums Huhn und dem Ei nachzugehen.

Im Außenbereich der Schildkrötengruppe sind 5 Legehennen unter den Augen vieler Kinder eingezogen und soviel sei gesagt, nicht nur die Kinder waren sofort fasziniert und interessiert an den Fenstern uns Zäunen. Alle Gruppen waren beim großen Einzug mit dabei und haben die neugierigen und zutraulichen Hennen willkommen geheißen. Gut vorbereitet durch die Eltern zogen die Hennen mitsamt ihrem vollautomatischen Häuschen im Oktober bei Knaddeldaddel ein.

Die Kinder hatten die Möglichkeit, die Hennen zu streicheln, sie genau zu beobachten, zu erleben wie die Eier gelegt werden und diese dann einzusammeln. Wie viele Eier legt wohl so ein Huhn? Ist jedes Ei braun? Was kann man mit den Eiern machen? Es wurde in diesem Zuge zusammen gekocht und gebacken, denn die Eier wollen ja auch probiert und verwertet werden.

Sie haben sich damit auseinander gesetzt, was die Hennen fressen und was sie brauchen, damit es ihnen gut geht und sie sich wohl fühlen.

Die Kinder haben es sehr genossen so unbefangen ihrer Neugierde nachzugehen. Nachdem das Projekt so viele schöne Momente geschaffen hatte wurde die Mietdauer von zwei auf drei Wochen verlängert und die Freude darüber war sowohl bei Klein, als auch bei Groß riesig.

Nur mit viel Wehmut haben wir die Hühner wieder ziehen lassen jedoch in dem guten Wissen, dass jetzt andere Kinder auch diese tollen Erfahrungen machen dürfen.

Mehr über die Hühner: www.mieteeinhuhn.de


 

 

Kein Kuddelmuddel bei Knaddeldaddel

Das zweite Mal in diesem Jahr wurden am 20.10.2018 die Ärmel hoch gekrempelt, Materialien besorgt, die Putzeimer befüllt und die Bohrköpfe der Bohrmaschinen schon einmal warmgedreht.

Es war wieder ein Renovierungstag angesetzt bei dem die Eltern ihr Engagement zeigten und anstehende Arbeiten unterstützend erledigten.

So wurden z.B. in der Schildkrötengruppe zusätzliche Winkel an den Regalbrettern angebracht, damit diese mehr Gewicht tragen können und sich nicht Durchbiegen. Ebenso wurden auf der Terrasse der Schildkrötengruppe endlich der neue Rollrasen gelegt. Viele Schubkarren Erde mussten verteilt werden und Pflanzen wurden versetzt.

Im Kindergarten wurde z.B. fleißig der Putzlappen geschwungen und die Gardinenelemente im Esszimmer wurden angebracht. So zieht auch hier noch mehr Gemütlichkeit ein.

Am Osterdeich stand neben den Putzaktionen inkl. den Fenstern neuen Durchblick zu verschaffen die Umgestaltung des Schlafraumes an. Hier wurde das alte große Bett abgebaut und die Wände gestrichen. Auch der Einbauschrank hat einen neuen Anstrich bekommen und passt so wieder aufgefrischt ins Bild. Im Nachgang wurden noch liebevoll Vögel und Eulen an die Wand gemalt.

Bei all der Arbeit, darf natürlich die gute Stimmung, das ein oder andere Stück Kuchen und der Spaß nicht zu kurz kommen.

Wir danken allen anwesenden Eltern für ihre tatkräftige Unterstützung und freuen uns schon auf die nächsten Aktionen mit euch.

 

 

 

 

 

Banditi e ribelli

Vom 22.11. – 05.12.2018 wird im Kunst- und Kulturverein Spedition eine Ausstellung zur italienischen Resistenza gezeigt. Die Philosophie der Reggio-Pädagogik hat sich aus den Erfahrungen des Krieges und des Faschismus entwickelt – aus der Überzeugung das es nie wieder zu einer Diktatur kommen darf. Eine der Wurzeln sind sogar die Partisan*innen-Verbände. Die Frauen in den Verbänden haben in der Zeit der Resistenza eine eigene Kinderbetreuung organisiert, um die Hände frei zu haben für den Widerstand. Die Erziehung der Kinder wurde als gemeinschaftliche Aufgabe wahrgenommen. Das wurde auch nach dem Krieg fortgeführt, um die Kinder im Sinne einer offenen Gesellschaft zu erziehen.

Die Ausstellung erzählt  die Geschichte der Menschen, die sich in den letzten Kriegsjahren aktiv in der Partisan*innenbewegung in Italien gegen den Nationalsozialismus und den italienischen Faschismus gewehrt haben.

Link: https://spedition-bremen.com/banditi-e-ribelli/

Flyer Resistenza.pdf