Einen kurzen Moment, bitte …

Projektarbeit Teil 2 in der Kindergruppe “ Die kleinen Regenbogenfische „

Lernwerkstatt: Erde

Die Lernwerkstatt „Erde“ verbirgt viele Geheimnisse und Möglichkeiten in sich. Es lohnt sich, diese mit den Kindern zu erforschen, zu entdecken und zu erleben. Die Erde verbirgt Schätze, lässt Pflanzen wachsen und gedeihen, gibt Wurzeln nicht nur Nährstoffe, sondern auch Halt. Die Erde trägt uns, sie bebt manchmal und lässt Wasser versickern, welches sie dann gereinigt und frisch aufbereitet wieder zurück gibt.

Kinder nutzen das Element „Erde“ auf vielfältigste Weise. Es tut ihnen gut, im Sand oder im Matsch zu spielen und zu bauen. Dabei schulen sie besonders ihre taktile Wahrnehmung, lernen Zusammenhänge in der Natur besser kennen, entwickeln sich sprachlich und kognitiv weiter.

Kinder erleben im Umgang mit dem Element „Erde“, dass diese unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Erde kann trocken, krümelig, nass, glitschig, körnig, sandig, matschig und noch vieles mehr sein. Sie kann aber auch unterschiedlich riechen.

Walderde hat andere Eigenschaften als Blumenerde. Sie sieht anders aus, riecht anders und fühlt sich anders an. In Walderde wachsen andere Pflanzen als in Blumenerde oder im Sand.

Das Element „Erde“ mit Kindern zu entdecken, kann als Projekt sehr umfangreich und tiefgründig sein. Die primäre Erfahrungswelt der Kinder im Umgang mit Erde wird durch angeleitete Entdeckungen bereichert und wirkt sich auf die gesamten Lern- und Wahrnehmungsbereiche von den Kleinsten aus.

Wie bei allen Projekten steht auch hier im Vordergrund, die natürliche Neugierde der Kinder für ihre Umwelt zu erhalten und zu stärken. Damit die Kinder ihren Wissensdurst stillen können, lassen wir unseren Kindern viele Möglichkeiten, Raum und Zeit zum eigenen Entdecken und Erforschen, geben Impulse zur Umsetzung eigener Ideen und Theorien und stellen Aufgaben, die die Kinder herausfordern.

Warum kann Erde ganz unterschiedlich aussehen?

Je nachdem, an welcher Stelle wir Erde betrachten, sieht sie sehr verschieden aus. Das liegt an der unterschiedlichen Zusammensetzung des Gesteins an den verschiedenen Orten. Im Wald fallen Äste, Tannennadeln und Blätter immer wieder auf die Erdoberfläche, verwittern dort und werden zu einer sehr spezifischen Humusschicht. Wenn wir Walderde untersuchen, werden wir also hauptsächlich Bestandteile von Bäumen darin finden.

Am Meer dagegen besteht die Erde eher aus Sand und Lehm. Der Kalk der Muscheln, der vom Salzwasser ausgespült wurde, findet sich in der Zusammensetzung der Erde wieder. Darum ist diese Erde am Meer viel heller als Walderde.

Woraus Erde zusammengesetzt ist und wie sie somit aussieht, hängt also immer vom Grundgestein ab, das in der Region vorherrscht. Wir wollen uns das Element „Erde“ in Form von Erdboden einmal genauer ansehen.

• Wie sieht Erde aus? • Wie riecht Erde? • Wie fühlt sich Erde an?

Die Aktivitäten sind einfach umsetzbar und werden durch zahlreiche Ideen und Hintergrundinformationen ergänzt.

Unsere Kinder werden matschen und buddeln, pflanzen und graben. Was finden die Kinder im Boden? Die Kinder beobachten kleine Tiere in der Erde: • Woher kommen die? • Wohnen sie in der Erde? • Haben sie dort vielleicht Höhlen gegraben? • Wovon ernähren sie sich? • Was machen die Tiere mit der Erde?

Die Kinder finden Schätze in der Erde: • Was habt ihr gefunden? • Wie könnte es hierher gekommen sein? • Gibt es noch mehr davon? • Was verbirgt die Erde noch alles?

Mit der Erde und den Schätzen gehen die Kinder zurück in die Kindergruppe.