Einen kurzen Moment, bitte …

Projekt: „Notbetreuung der kleinen Regenbogenfische“

Am 12. Mai 2020 hat der Bremer Senat 2020 beschlossen, die Kindertagesbetreuung sowie den Präsenzunterricht im Land Bremen schrittweise auszubauen.

Grupper Osterdeich

Seit 18. Mai 2020 gilt der Wiedereinstieg für alle Kinder mit Sprachförderbedarf gemäß CITO-Testung, Vorschulkinder, die Kitas in sozialen Index-Lagen besuchen und für Kinder mit anerkanntem Frühförderbedarf mit Angeboten zur Frühförderung.

Auch wenn die Kinderbetreuung im Alltag gut organisiert ist, kann es immer wieder Situationen geben, in denen Berufstätige kurzfristig eine Ersatzbetreuung brauchen – mit unserem Notbetreuungsangebot sorgen wir dafür, dass in solchen Fällen unkompliziert und kurzfristig eine hochwertige Betreuung zur Verfügung steht.

Wir haben unsere Raumkonzeption überarbeitet, um unsere Pädagogik transparent und verständlich zu präsentieren. Es ist uns wichtig, dass wir verstehen, wie wir unsere Arbeit in der Kindergruppe täglich gestalten und warum wir uns seit Jahren von der Reggio-Pädagogik inspirieren lassen.

Es ist eine „Pädagogik des Werdens“, das sich immer weiterentwickelt. Es ist kein Konzept, das man übernehmen kann, sondern eine Aufforderung, sich auf einen offenen Prozess einzulassen. Unter anderem sind Projekte ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit. An unserem Projekt „Lerngarten“ und Projekt „Raumgestaltung“ möchten wir kurz beschreiben, wie wir Projekte leben und erleben. Dadurch erfahren wir, wie unsere Haltung zum Kind ist, warum Beobachtungen wichtig sind und wo unsere Partizipation stattfindet.

Dokumentationen zeigen unseren Eltern, wie wir Projekte oder unseren Tages- Rahmenplan gestalten. Es gibt „sprechende Wände“, „Tagebücher / Portfolios“ einzelner Kinder und demnächst Bilder auf unseren digitalen Bilderrahmen. Beim Anschauen der Bilder sind wir in unseren Erinnerungen und vielleicht kommen erneut Fragen auf und ein neues Projekt entsteht.

So kann kindzentrierte Pädagogik entstehen, die zukunftsfähig ist, denn wir entwickeln uns mit den Kindern, mit Eltern und unserem Umfeld stetig weiter.

Gruppenerlebnisse in der Kindergruppe (Notbetreuung – Raumkonzept )

Kreativecke: „Raumgestaltung – Körperumrisse“

Kinder, die sich lange in einer Kindergruppe aufhalten, wollen wissen, wo ihr Platz zum Schlafen ist. Sie brauchen verlässliche Ruhe- Schlafrituale und müssen sich im Raum wohl und geborgen fühlen, damit sie beruhigt loslassen und entspannt einschlafen können.

Material:

  • große Blätter
  • verschiedenfarbige Wachsmalstifte
  • verschiedenfarbiges Tonpapier
  • Klebstoff
  • Verschiedenfarbige Wolle
  • Schere

Bastelanleitung:

  • Clara legt sich auf das große Blattpapier, wir umranden ihren Körper mit einem Bleistift und schneiden den Körperumriss aus
  • Clara bemalt und beklebt ihren Körperumriss mit verschiedenen Bastel- und Malmaterialien
  • Clara schneidet die braune Wolle in kleine Streifen und klebt die braunen Streifen an den Kopf des Körperumrisses
  • wir lassen unseren Körperumriss trocknen

Seit 15. Juni 2020 gehen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege im Land Bremen in den eingeschränkten Regelbetrieb über.

In der Zeit, der Notbetreuung haben wir uns mit dem Projekt „Lerngarten – kleine Gärtner“ beschäftigt und gelernt, was wir zum Gärtnern brauchen.

Projekt: „Kleine Gärtner – was lernen wir beim Gärtnern ?“

Es ist immer wieder ein kleines Wunder – besonders für Kinder. Ein paar Samenkörner werden in die Erde gelegt, ein wenig gegossen und nach wenigen Tagen zeigen sich bereits erste grüne Spitzen, deren Wachstum man danach täglich beobachten kann.Und irgendwann sind aus den kleinen Körnern stattliche Pflanzen geworden, die farbenfrohe Blüten oder sogar Essbares ( Obst, Gemüse … ) hervorbringen.

Gerade heute in Zeiten, in denen Gemüse oft aus dem Supermarkt statt aus dem eigenen Garten kommt und die meisten Kinder nur selten Gelegenheit haben, die Herkunft unserer Lebens- und Nahrungsmittel vom Bauernhof an zu verfolgen, ist es für sie spannend zu beobachten, wie so ein kleines Samenkorn zu einer „echten Pflanze“ heran wächst.

Welche Arbeitsschritte sind erforderlich, bis wir aus einem kleinen Samenkorn eine „fertige“ Blume, Gemüse- oder Obstpflanze geworden ist ?

Und wie erkennt wir, dass es einer Pflanze vielleicht an etwas fehlt, um sich gut zu entwickeln und zu wachsen ?

In unserem Morgen- Begrüßungskreis hat unser Freund, der kleine Regenbogenfisch eine Überraschung für uns. Wir öffnen seinen Koffer und sind gespannt, was er heute für uns eingepackt hat. Der Koffer ist vollgepackt mit verschiedenen Materialien zum Pflanzen.

Der kleine Regenbogenfisch erzählt uns, dass er Hilfe braucht. Er möchte Samenkörner einpflanzen und weiß nicht genau, wie man Samenkörner einpflanzt. Wir überlegen gemeinsam, was wir zum Einpflanzen der Samenkörner brauchen und sehen nach, ob der kleine Regenbogenfisch die Materialien im Koffer eingepackt hat.

Wir nehmen uns die Anpflanztöpfe / Eierpappen, stellen sie vor uns und füllen die Anpflanztöpfe mit Watte / Erde auf. Nun befeuchten wir die Watte / Erde mit einer Sprühflasche. Wir achten darauf, dass die Watte / Erde nicht zu feucht gegossen wird.

Die Samenkörner werden nun in unsere vorbereiteten Anpflanztöpfe / Eierpappen eingesät. Wir achten darauf, dass wir nicht zu viele Samenkörner in die Anpflanztöpfe / Eierpappen streuen. 4-6 Samenkörner reichen aus.Nun füllen wir alle Anpflanztöpfe mit Erde auf und drücke die Erde / Watte leicht fest.

Jetzt nehmen wir unsere Sprühflasche und befeuchte die Erde / Watte in den Anpflanztöpfen / Eierpappen. Auch hier müssen wir aufpassen, dass wir nicht so viel Wasser benutzen.

Zum Schluss nehmen wir uns Frischhaltefolie, bedecken die Anpflanztöpfe / Eierpappen mit Frischhaltefolie und stellen die Anpflanztöpfe / Eierpappen auf die Fensterbank.

Nun müssen wir Geduld haben und gut auf unsere heranwachsenden Pflanzen aufpassen. Wir bewässern unsere Pflanzen, jeden Morgen im Morgen- und Begrüßungskreis und bald werden wir die ersten Pflanzenköpfe sehen, die aus der Erde ragen.
Seht ihr, unsere Pflanzen sind gewachsen.

Wenn unsere kleinen Pflanzen etwa eine Höhe von 3 cm erreicht haben, können wir sie in einen größeren Topf oder in unserem Lerngarten ins Kinderbeet pflanzen, damit sie gut wachsen können.