Einen kurzen Moment, bitte …

Besuch Seniorenresidenz

Begegnungen zwischen Jung und Alt stärken das Verständnis füreinander
Das Familienleben hat sich während des letzten Jahrhunderts stark gewandelt. Früher lebten die Familienmitglieder oft unter einem Dach – und damit verschiedenste Altersgruppen zusammen. Der ständige Austausch zwischen den Generationen wurde zu einem Alltagserlebnis. Das ist heute nur noch selten zu finden.

Verständnis füreinander stärken

Die Lebenswirklichkeiten von Kindern und Senioren sind gerade in heutiger Zeit von Grund auf unterschiedlich. Die derzeitigen Senioren sind in Zeiten des Krieges oder während der Nachkriegszeit aufgewachsen. Die heutigen Kinder genießen ihre Kindheit in einem sicheren Umfeld. Da unterscheiden sich Welten. Generationsübergreifende Projekte können dann helfen, das Verständnis füreinander zu stärken.

Wenn der Austausch fehlt, entstehen schnell Missverständnisse. Beispielsweise wenn jemand nicht verstehen kann, warum ältere Menschen so laut reden oder so lange brauchen, um in den Bus ein zu steigen.
Es werden nicht nur Unterschiede, sondern auch Gemeinsamkeiten zwischen den Altersgruppen entdeckt und es fällt auf, dass alle Generationen in einer Gesellschaft aufeinander angewiesen sind.
Die Begegnung ist für beide Seiten wertvoll: „Es vergessen viele, dass wir gesunden Menschen alle einen Teil Verantwortung tragen, wie wir mit schwächeren Menschen umgehen. Senioren brauchen unsere Solidarität und unsere Unterstützung…

Dies ist für viele jedoch nicht leicht umzusetzen, weswegen generationsübergreifende Projekte auch so bedeutsam sind. Das Geburtstagssingen, Musik- und Besuchsprojekte bieten eine Möglichkeit den Menschen Freude zu schenken. Senioren erfahren Abwechslung und Ablenkung von ihrem Alltag. Sie erleben Freude und erhalten dadurch wertvolle Lebensenergie. Sie trainieren und erhalten Fähigkeiten beim gemeinsamen Tun mit Kindern.

Kinder schaffen es, durch ihr Lächeln große Emotionen in Senioren zu wecken. Zu sehen, wie sehr sie der Umgang mit Kindern berührt, ist wirklich toll, dass mit dem Umgang mit Kindern Erinnerungen und damit verbundene Emotionen aktiviert werden. Die Senioren erleben das Gefühl wichtig zu sein. Sie können (wieder) Beziehungen zu Kindern und anderen Erwachsenen aufbauen, werden fähig, Vorurteile gegenüber jüngeren Menschen abzubauen und werden gegenüber der Jugend toleranter, weil sie sie besser verstehen können.

Auch für Kinder sind die generationsübergreifenden Projekte wichtig. Denn Senioren können ihr Wissen an die Kinder weitergeben.
Die veränderten Lebensformen durch demografische und gesellschaftliche Entwicklungen haben heute dazu geführt, dass auch viele Kinder nur noch selten mit älteren Menschen in Kontakt kommen. Die künftige Gesellschaft mitgestalten. Dabei ist der Kontakt zwischen den Generationen für beide Seiten wichtig: Generationsübergreifende Projekte verfügen über Potenziale, die sie zu Mitgestaltern künftiger Sozialstrukturen unserer Gesellschaft prädestiniere.

Sprachförderung und Freude am Zuhören!

Freude wie der Sonnenschein – wenn Jung und Alt voneinander lernen
Gemeinsam lachen, musizieren und die Natur genießen: Professionell gestaltete und begleitete Begegnungen ermöglichen persönliche Beziehungen zwischen Kindern und Senioren. Sie fördern und gestalten die Kommunikation mit- und das Verständnis füreinander. Diese aufeinander treffen bringen Freude und Herzlichkeit mit sich. Sie lassen die unterschiedlichen Generationen näher zusammenrücken und prägen die gegenseitige Wertschätzung.

Eine wichtige Erfahrung für die Kinder ist im Bereich der Kommunikation angesiedelt: Wie spreche ich die Menschen an – Blickkontakt, Mimik, Gestik, Lautstärke. Ich spreche anders als mit meinen Freunden, damit ich verstanden werde. Die Kinder lernen dadurch, dass man seine Sprache an Situationen und das Gegenüber anpassen muss, um erfolgreich zu kommunizieren.

Die Besuche finden regelmäßig einmal im Monat statt und sind im Terminplan von Seniorenheim und Kindergruppe fest verankert.

Bildungsbereiche

  • Sprache und Literacy, Vorlesen von Senioren, und das Vorlesen / Erzählen der Kinder, Dinge erklären, Kommunikation an das Gegenüber anpassen, unterschiedliches Sprach- und Sprechverhalten, Absprachen treffen, Begründungen formulieren
  • Ästhetik und Kunst: gemeinsames Malen, Schneiden, Kleben, Basteln, Betrachten von Bildern
  • Musik, Rhythmik und Tanz: Gemeinsames Singen von alten und neuen Liedern, Tanz- Tanzspiele, Klatschspiele, begleiten der Lieder mit Schlaghölzern, Glöckchen und Gitarre
  • Bewegung und Sport: Anreise zum Seniorenheim, gemeinsames Turnen (Sitzfußball, Fenster putzen …)
  • Gesundheit – sich gegenseitig massieren und Turnen
  • Emotionalität, soziale Beziehungen und gelingendes Zusammenleben: selbst entscheiden, ob ich mitmache (nicht die Kita Fachkräfte, nicht die Mutter: „Fahr doch mit.“), sich einbringen in die Gesellschaft und andere Menschen unterstütze
  • Demokratie, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Geschichte: zu erfahren, wie es früher einmal war
  • Werteorientierung, Religiosität und Sinnsuche: Rücksichtnahme, sich einstellen auf andere Bedürfnisse, gegenseitige Höflichkeit und Respekt, Einstehen für getroffene Entscheidungen

Partizipation

Die Kinder entscheiden, ob sie mitgehen und inwieweit sie sich einbringen möchten. Eltern lernen, die vom Kind getroffene Entscheidung zu akzeptieren und es nicht zu bedrängen. Das Team muss sich absprechen und verantwortungsvoll handeln.

Ko-Konstruktion – Alt und Jung mit unterschiedlichen Fähigkeiten arbeiten zusammen, helfen einander nach ihren Möglichkeiten, tauschen ihre Erfahrungen aus und lernen so von- und miteinander und haben Freude daran.

Kooperation und Vernetzung in der Bildungslandschaft und im Sozialraum – Alt und Jung begegnen sich, Kinder finden alte Nachbarn oder Verwandte im Seniorenheim, Eltern werden angeregt, bei Veranstaltungen des Seniorenheims mitzumachen.

Nachhaltige Bildung – Kinder können die Achtsamkeit und Behutsamkeit, die sie beim Umgang mit den Kindern mit besonderen Bedürfnissen durch das gemeinsame Spielen und zusammenleben im Alltag erlernen auch auf die alten, teilweise hilfsbedürftigen Menschen übertragen.

Qualitätsentwicklung – aus „Vortanzen“ wurde ein echtes miteinander Tun, Kolleginnen hinterfragten ihr Verhältnis zu den Menschen, denen man sonst nicht mehr oder nur selten begegnet und reflektierten ihr Verhalten
Beobachtung und Dokumentation – die Besuche werden auf Wunsch der Kinder im Portfolio dokumentiert.

Inklusion, Pädagogik der Vielfalt – es ist für uns normal, verschieden zu sein. Derzeit besuchen sieben Kinder mit besonderen Bedürfnissen ( Sehbehinderung, Körperbehinderung, Entwicklungsverzögerungen, Aufmerksamkeitsstörungen, geistige Behinderung ) der Kindergruppe. Es ist uns wichtig, die Teilhabe für die Kinder mit Behinderung sicherzustellen und gerade auch diesen Kindern die Teilnahme an Exkursionen zu ermöglichen. Sie fahren sehr gerne mit in das Seniorenzentrum und haben einen besonders guten Zugang zu den Seniorinnen und Senioren.

Entstanden ist die Kooperation zwischen der Seniorenresidenz am Osterdeich und unserer Kindergruppe eher zufällig. Wir haben in der Advents- und Weihnachtszeit mit den Kindern überlegt: „Wie können wir Menschen einfach mal eine Freude machen !“

Unsere Idee war, wir backen in der Advents- und Weihnachtszeit kleine Knusperhäuser, die wir verschenken. Wir wollen damit einfach einmal „Danke“ sagen. Überlegt haben wir anschließend, wem wollen wir „Danke“ sagen und wer soll ein Knusperhaus erhalten. Es kamen viele Ideen zusammen.

Gemeinsam planten wir mit den Kindern und Eltern eine Weihnachtsbäckerei in unserer Kindergruppe. Wir haben unseren gemeinsamen Einkauf geplant und unsere Eltern in die Weihnachtsbäckerei eingeladen. Wir waren so gespannt und hatte viel Freude an der Vorbereitung der Knusperhäuser.

Kreativecke

„Hexenhaus aus Butterkeksen“
  • Puderzucker
  • Zitronensaft
  • Butterkekse
  • Gummibärchen, Haribo
  • Zuckerperlen

Zubereitung

  1. Den Puderzucker sieben und mit Zitronensaft zu einer sehr dickflüssigen Creme glatt rühren. Ist der Zuckerguss zu flüssig, hält die Konstruktion nicht.
  2. Einen Klecks Zuckerguss mittig auf einen Butterkeks geben und den Dominostein damit ankleben. Die längeren Seitenteile der anderen beiden Butterkekse ebenfalls mit Zuckerguss bepinseln und die Kekse wie abgebildet als Dach auf den unteren Butterkeks kleben.
  3. Auf die Dachspitze weiteren Zuckerguss geben, sodass es so aussieht, als wäre das Häuschen verschneit. Nun im „Eingangsbereich“ Gummibärchen als Bewohner mit Zuckerguss ankleben.
  4. Von der Lakritzschlange ein ca. 1 cm langes Stück abschneiden und dieses als Kamin auf das Hexenhäuschen kleben. Nun alles vollständig trocknen lassen und nach Bedarf noch weiter verzieren.

Alte und junge Menschen zusammen zu bringen, um ein bewussteres Zusammenleben der Generationen zu fördern – ist das Ziel unseres Projektes.

Das Miteinander zwischen der Seniorenresidenz und unserer Kindergruppe ist nicht wegzudenken, um Kontakte zu ermöglichen. Eine gute Kommunikation und verlässliche Zusammenarbeit innerhalb unserer Kooperation, zwischen Seniorenresidenz und Kindergruppe, bilden eine gute Grundlage für die Umsetzung.

Besuch in der Seniorenresidenz (Projekt „Freude schenken“)

Besuch in der Seniorenresidenz (Tagespflege)

Bei den Begegnungen erleben beide Generationen Wertschätzung, Verbundenheit und Freude. Die Senioren werden durch die ansteckende Lebendigkeit der Kinder angeregt, erfahren eine besondere Abwechslung im Heimalltag und haben die Möglichkeit, ihr Wissen weiterzugeben und sich trotz der aktuellen Lebensumstände in die Abfolge der Generationen und die Gesellschaft eingebunden zu fühlen.

Bewegungslied: „Was machen wir so …“ (verschiedene Bewegungsformen)

Was machen wir so gerne hier im Kreis ? Was machen wir so gerne hier im Kreis ? Klatschen, klatschen, tralalalala, klatschen, klatschen, tralalalala.

Was machen wir so gerne hier im Kreis ? Was machen wir so gerne hier im Kreis ? Stampfen, stampfen, tralalalala Stampfen, stampfen, tralalalala

Was machen wir so gerne hier im Kreis ? Was machen wir so gerne hier im Kreis ? Hüpfen, hüpfen, tralalalala, hüpfen, hüpfen, tralalalala.
Was machen wir so gerne hier im Kreis ? Was machen wir so gerne hier im Kreis ? Drehen, drehen, tralalalala, drehen, drehen, tralalalala.

Bewegungslied: „Häschen in der Grube“

Häschen in der Grube, saß und schlief, saß und schlief.Armes Häschen, bist du krank, dass du nicht mehr hüpfen kannst ?

Häschen hüpf ! Häschen hüpf!

Häslein in der Grube, nickt und weint, nickt und weint.Doktor komm geschwind herbei und verschreibe ihm Arznei.Häschen schluck ! Häschen schluck !

Es sind Stunden in unserer Arbeitswoche, auf die wir uns am meisten freuen. Wir gehen so zufrieden raus, weil wir das Glück der Kinder und Senioren sehen und teilen. Es ist auch eine anstrengende und intensive Zeit, die gute Absprachen sowie Vor- und Nachbereitung erfordern. Es lohnt sich!

Besuch in der Seniorenresidenz (stationäre Pflege)

Spielen mit Luftballons bringen eine Menge Freude.

Eigentlich ist es nur ein kleines Stück farbiges Gummi, aber sobald die Luftballons mit Luft gefüllt werden, gibt es für Kinder und Senioren nichts Faszinierendes. Luftballons gibt es in allen Formen und Farben, mit denen man drinnen und draußen spielen kann. Luftballone fördern das Zusammenspiel von Armen und Beinen, schulen unsere Augen- Handkoordination und trainieren unser Reaktionsvermögen und unser Gleichgewicht.

Begrüßungslied: „Guten Morgen so ruf ich …“

Guten Morgen, guten Morgen, so ruf ich durch das Haus und wer noch im Bett liegt, den wecken wir auf.
Guten Morgen ha, ha, guten Morgen ha, ha, guten Morgen, guten Morgen ha, ha, ha, ha, ha.

Luftballone sind Gymnastikmaterialien, dass einem Ball ähnelt, sich dennoch langsamer bewegt und durch den Aufprall auf unserem Körper keine Verletzungsgefahr besteht.

Bewegungslied: „Ein großer, runder, roter Luftballon …“

Dieses überlieferte Bewegungslied begeistert schon die Kleinsten. Luftballons üben eine große Faszination auf Kinderund Senioren aus. Sie finden sie aufregend und schön und können vergnügt mit ihnen spielen.

Ein großer, ein runder, ein oranger Luftballon,da fliegt er in die Ferne, fast fliegt er mir davon.Dann zieh’ ich an der Leine und hol’ ihn mir zurück,nun hab’ ich ihn gefangen, da hab’ ich aber Glück.

Ein großer, ein runder, ein grüner Luftballon,da fliegt er in die Ferne, fast fliegt er mir davon.Dann zieh’ ich an der Leine und hol’ ihn mir zurück,nun hab’ ich ihn gefangen, da hab’ ich aber Glück.

Ein großer, ein runder, ein blauer Luftballon,da fliegt er in die Ferne, fast fliegt er mir davon.Dann zieh’ ich an der Leine und hol’ ihn mir zurück,nun hab’ ich ihn gefangen, da hab’ ich aber Glück.

Ein großer, ein runder, ein gelber Luftballon,da fliegt er in die Ferne, fast fliegt er mir davon.Dann zieh’ ich an der Leine und hol’ ihn mir zurück,nun hab’ ich ihn gefangen, da hab’ ich aber Glück.

Spielanleitung:
Das Zusammenspiel von Augen, Händen und dem Singen, wird durch Bewegungslieder wie dieses angeregt und entwickelt. Es bereitet Kindern viel Freude und schafft beim gemeinsamen Singen eine Verbindung. Mit den Händen wird bei diesem Lied ein Luftballon in die Luft gezeichnet. Mit beiden Händen erst ein großer, indem ein weiter Kreis von oben nach unten beschrieben wird. Für „ein runder“, wird die gleiche Bewegung mit kleinerem Umfang in die Luft gezeichnet. An der Stelle, an welcher der Luftballon nach oben steigt, werden die Hände zu einer runden Form (als läge ein Luftballon darin) langsam nach oben gestreckt. An der langen Leine wird der Luftballon zurückgezogen. Dafür werden die Hände in einer greifenden Bewegung jeweils abwechselnd untereinander gesteckt, als würde man eine Leine herunterziehen. „Gleich habe ich ihn gefangen“, wird dargestellt, als würde der Luftballon glücklich in die Arme geschlossen werden, indem die Arme um den eigenen Körper geschlungen werden.

Bei unseren Besuchen in der Seniorenresidenz wird viel gespielt und herumgetollt. Davon bekommen wir alle einen riesengroßen Hunger. Damit wir zwischendurch nicht mit knurrenden Magen weiter spielen müssen haben die Fachkräfte der Seniorenresidenz für alle kleine, leckere Obstteller zubereitet.